Neuerdings
Ich bin ein Spätzünder. War ich schon immer. Oder mit den Worten meiner Frau Mama: "Das Kind braucht halt ein bisschen länger, bis..." Was auch immer.
Ich habe mir nicht vorgenommen: Nach dem Urlaub mache ich alles ganz anders. Aber ich tu's, irgendwie, und manchmal kenn ich mich dabei fast selber nicht.
Neuerdings spiele ich nicht nur "Chef", ich beginne zunehmend, mich auch wie einer zu benehmen. Vor ein paar Tagen stauchte ich die ganze Mannschaft am Morgen zusammen, für eine Schlamperei vom Vortag. Nicht wirklich heftig, aber eben auf für sie ungewohnte Weise. Ich konnte sehen, wie sie staunten: der Rotschopf angefressen? Ganz was Neues...oops.
Neuerdings gehe ich den Leuten, von denen ich annehme, dass sie's wissen müssen, mit Fragen auf die Nerven, ohne mir doof dabei vorzukommen. Keine Ahnung zu haben, ist schliesslich nicht so schlimm wie ahnungslos zu bleiben. Ich lerne täglich etwas Neues. Und bekanntlich gibt es keine dummen Fragen.
Neuerdings sage ich "Nein". Nein, du kannst das nicht so machen. Nein, so will ich das nicht haben. Nein, so soll das nicht sein. Nein. Nein. Nein. Und ich stelle fest: sie mögen es nicht toll finden, doch sie können damit leben.
Neuerdings schätze ich am Telefon, was ich zuvor so fürchterlich daran fand: dass man den anderen nicht sehen kann. Schliesslich sieht der andere mich auch nicht. Und sieht er mich nicht, so kann er auch nicht sehen, wenn ich verzweifelt in irgendwelchen Akten wühle, hilf- mitunter gänzlich ahnungslos bin. Und sieht er das nicht... muss er's auch nicht wissen. Wo ich mich zuvor stammelnd entschuldigte, biete ich jetzt an: "Ich mach mich schlau und ruf zurück!" Oder: "Wenn Sie mich in einer Viertelstunde noch mal anrufen, kann ich es Ihnen ganz genau sagen". Haben die Leute das Gefühl, mit jemandem zu reden, der weiss, wovon er spricht und was er da tut, sind sie zu einer Menge bereit. Auf einmal ist alles kein Problem, ist alles wunderbar... und vielen Dank auch für Ihre Mühe.
Neuerdings mach ich alles ganz anders. Einfach so.
Das Kind brauchte halt ein bisschen länger, bis... Was auch immer.
Ich habe mir nicht vorgenommen: Nach dem Urlaub mache ich alles ganz anders. Aber ich tu's, irgendwie, und manchmal kenn ich mich dabei fast selber nicht.
Neuerdings spiele ich nicht nur "Chef", ich beginne zunehmend, mich auch wie einer zu benehmen. Vor ein paar Tagen stauchte ich die ganze Mannschaft am Morgen zusammen, für eine Schlamperei vom Vortag. Nicht wirklich heftig, aber eben auf für sie ungewohnte Weise. Ich konnte sehen, wie sie staunten: der Rotschopf angefressen? Ganz was Neues...oops.
Neuerdings gehe ich den Leuten, von denen ich annehme, dass sie's wissen müssen, mit Fragen auf die Nerven, ohne mir doof dabei vorzukommen. Keine Ahnung zu haben, ist schliesslich nicht so schlimm wie ahnungslos zu bleiben. Ich lerne täglich etwas Neues. Und bekanntlich gibt es keine dummen Fragen.
Neuerdings sage ich "Nein". Nein, du kannst das nicht so machen. Nein, so will ich das nicht haben. Nein, so soll das nicht sein. Nein. Nein. Nein. Und ich stelle fest: sie mögen es nicht toll finden, doch sie können damit leben.
Neuerdings schätze ich am Telefon, was ich zuvor so fürchterlich daran fand: dass man den anderen nicht sehen kann. Schliesslich sieht der andere mich auch nicht. Und sieht er mich nicht, so kann er auch nicht sehen, wenn ich verzweifelt in irgendwelchen Akten wühle, hilf- mitunter gänzlich ahnungslos bin. Und sieht er das nicht... muss er's auch nicht wissen. Wo ich mich zuvor stammelnd entschuldigte, biete ich jetzt an: "Ich mach mich schlau und ruf zurück!" Oder: "Wenn Sie mich in einer Viertelstunde noch mal anrufen, kann ich es Ihnen ganz genau sagen". Haben die Leute das Gefühl, mit jemandem zu reden, der weiss, wovon er spricht und was er da tut, sind sie zu einer Menge bereit. Auf einmal ist alles kein Problem, ist alles wunderbar... und vielen Dank auch für Ihre Mühe.
Neuerdings mach ich alles ganz anders. Einfach so.
Das Kind brauchte halt ein bisschen länger, bis... Was auch immer.
Redhead - 30. Okt, 18:00
