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10
Mai
2008

Herz, was willst du???

Wenn es um Gefühle im allgemeinen und das Gefühl Liebe im besonderen geht, dann schiebt man allzugern dem Herzen die Verantwortung in die nicht vorhandenen Schuhe. Dabei, und das weiss so ziemlich jeder, der in der Schule einigermaßen aufgepasst hat, kann das Herz überhaupt nichts dafür. Es ist schliesslich den ganzen Tag anderweitig beschäftigt. Würde es beschliessen, zur Abwechslung mal etwas anderes zu machen, als das, was es eben so tut, kämen eine Menge Pathologen überall auf der Welt ins Grübeln und die Bestattungsunternehmen mit dem Bestatten gar nicht mehr hinterher.

Daher sind solche Ratschläge wie: "Hör auf dein Herz" oder "Tu, was dein Herz dir sagt", ziemlicher Unsinn. Es sei denn, man hat ein bisschen Ahnung vom Morsen und eine blühende Fantasie. Mein Herz morst mir vermutlich schon seit Jahren verzweifelt, dass ich bitte weniger rauchen, mehr schlafen und insgesamt ein bisschen gesünder leben sollte, wenn mir an ihm, also meinem Herzen, etwas liegt. Tja, tut mir leid... ich kenn mich mit zweimal kurz-einmal lang nicht aus, daher fällt es mir sehr leicht, das SOS zu überhören.
Das Herz hat also mit den sogenannten Herzensdingen nichts zu tun. Verantwortlich dafür ist das Gehirn. Ich weiss nicht, was sich Mutter Natur damals dabei gedacht hat, als sie beschloss, ein und das selbe Organ für zwei so verschiedene Funktionen zu verwenden. Vielleicht war ihr das Material ausgegangen oder aber der Platz... oder sie hatte, wie so oft, einfach einen miesen Tag oder kam sich ungeheuer witzig vor. Wir werden es nie erfahren. Fakt ist, wir plagen uns seitdem mit diesem Gehirn herum, mit dem wir denken UND fühlen müssen. Und das Ganze oft eben auch noch gleichzeitig. Was, wie die meisten Menschen früher oder später herausfinden, nicht wirklich geht. Besonders dann, wenn es um "Herzensangelegenheiten" geht.
Denn wie oft tun wir etwas "nach Gefühl"... und dann denken wir hinterher darüber nach und...ach du meine Güte. Hätten wir da bloss vorher drüber nachgedacht. Oder eben auch nie.

Wenn man seinem Gefühl bei den bereits erwähnten "Herzensdingen" freie Hand lässt, verwandelt es den Verstand schon nach kurzer Zeit in einen brabbelnden Idioten. Überlässt man dem Verstand die alleinige Herrschaft, dann plärrt einem das Gefühl die Ohren voll und droht damit, sich zum Sterben hinzulegen... Beide zusammen geht auch nicht wirklich, weil sie sich immerzu in den Haaren liegen und einander sabotieren, wo es nur geht. Denn wo immer auch der Verstand sagt: "Logisch", ist das Gefühl mit einem gehauchten "Aber..." zur Stelle. Und wenn das Gefühl nach langer, langer Zeit mal zu einem Entschluss gekommen ist, meinetwegen zu einem "JA" oder auch "NEIN", dann fragt der Verstand ganz lässig: "Bist du sicher?", weil er genau weiss: Gefühl und Sicher schreiben einander nicht mal Ansichtskarten. Benutzt man das eine, darf man das andere nicht einen Moment lang aus den Augen lassen.

Neulich hat mir jemand geraten, ich solle in aller Ruhe drüber nachdenken und mich dann auf mein "Bauchgefühl" verlassen.
Tja. Das hab ich gemacht. Und hab mir was beim Chinesen bestellt. Wirklich geholfen hat mir das aber nicht...

Alles neu macht der Meu

Ja nu... die Zeit rennt und ich renn hinterher...
Jetzt habe ich sie hinter mir, die erste richtige Arbeitswoche auf der neuen Station, sieben Dienste an einem Stück, und was soll ich sagen: ich bin kaputt, ich bin geschafft, mir tun die Füsse weh, mir schwirrt der Kopf, aber...
aber das war wohl das erste Mal seit ich in diesem Haus arbeite, dass ich in der ganzen Zeit nicht einmal gedacht habe: Hilfe, ich will da weg! Und auch wenn das Aufstehen um vier Uhr am Morgen nach wie vor sowas von uncool ist, es war doch okay.
Ich glaub, ich bin tot und im Altenpflege-Himmel. Oder doch zumindest im Vorzimmer zu diesem. Auf jeden Fall trennen die Station, von der ich komme, und die, auf der ich jetzt bin, nicht nur zwei Treppen, sondern ganze Welten. Ach, was sag ich... da liegen Galaxien zwischen.
Natürlich ist auf der neuen Station auch nicht alles perfekt. Das eine oder andere ist hier genauso weit weg von "auch nur annähernd gut" wie anderswo und überall. Und natürlich gibt es hier auch Zicken und Zickigkeiten, so wie überall, und wenn die Chefin schlecht drauf ist, dann ist sie auch nicht eben der pure Sonnenschein, was ja nur natürlich ist. Aber was immer davon abhängt, wie gut oder schlecht die Stationsleiterin ist und wie sehr oder auch nicht sie hinter ihrem Team und auf der Seite der Bewohner steht, das ist hier so gut, wie man es sich nur wünschen kann.
Als ich mich gestern mehr schlecht als recht durch einen kompletten Arbeitsbereich mit zehn Bewohnern wuselte, zum ersten Mal ganz allein und ohne wirklichen Plan vom Ablauf (der ändert sich nämlich immerzu), da hiess, es nicht: "Du musst aber schneller werden", sondern schlichtweg: "Macht überhaupt nichts, das wird schon noch".
So muss das sein.

Und sonst?
Tja, ich habe herausgefunden, oh Wunder, was eine Erkenntnis, dass sich eine Beziehung, auch wenn es eine mit viel Ferne zwischen ihm und ihr war... oder ist... oder weiss der Geier... nicht via Brief oder Mail oder irgendwas in der Art beenden lässt. Wenn man vierzehn Jahre alt ist oder keine Ahnung hat, wie man das Wort Liebe buchstabiert, dann reicht allein schon eine SMS, aber wenn man tatsächlich verliebt war oder ist oder weiss der Geier, dann... nun, dann funktioniert das irgendwie nicht. Alle, die mir ein fröhliches "Hätte ich dir gleich sagen können" zukommen lassen möchten, geben es bitte beim Pförtner ab. Ja, ich weiss das. Aber man wird sich doch wohl auch noch mal irren wollen dürfen!
Jedenfalls fahr ich da nun nächste Woche hin. Habe ich beschlossen. Wenn der grosse Gott der kleinen Dinge ein Einsehen mit mir hat, dann macht er mir's leicht. Oder wenigstens nicht so schwer.
Wenn nicht, dann weiss ich auch nicht.

25
Apr
2008

Ratschläge und so

Wieso ist es so schwer, seine eigenen guten (und damit meine ich die wirklich nützlichen, richtigen, gut durchdachten, logischen) Ratschläge selbst zu befolgen??? Wenn ich jemandem einen Rat gebe (was ich tue, wenn man mich darum bittet oder danach fragt, vorausgesetzt, ich habe zumindest ein bisschen Ahnung von dem, worum es gerade geht), dann halten sich die Leute ziemlich oft daran (ausser diejenigen freilich, die einen nur deshalb nach Rat und/oder Meinung fragen, um dann aus Prinzip das absolute Gegenteil zu tun), weil sie wissen, ich denk mir was dabei. Vor allem denk ich drüber nach. Und ich liege ziemlich oft richtig, aus genau diesem Grund. Aber gute Ratschläge sind wie Geschenke: man gibt sie am liebsten anderen.
Wie kann man denn aber, wenn man doch weiss, was richtig ist, was das Beste, das Vernüftigste ist, ganz bewusst das offensichtlich Falsche tun??? Hm, ich weiss, da vorn ist ein Abgrund, und es sind noch genau zwei Schritte bis zum Rand, also sollte ich besser stehenbleiben, aber ach...ich geh einfach mal weitaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhh....

Irgendwann werd ich mir sagen: Ach...hätte ich doch bloss auf mich gehört...

22
Apr
2008

Alles wird gut und so

Hurra, ich seh wieder was. Links zwar momentan noch nur etwa 60% meiner normalen Sehleistung, dafür rechts aber schon wieder so, als wäre nie was gewesen. Allerdings tut's noch weh, sowohl links als auch rechts, und ach... schön ist was anderes. Naja. Aber alles wird gut. Ganz bestimmt.
Das Wochenende war fad, weil Nicht-Sehen-Können ziemlich nervig ist. "Machen Sie sich ein ruhiges Wochenende", hatte die Ärztin gemeint. Nichts dagegen einzuwenden, an und für sich, aber: wie macht man sich ein ruhiges Wochenende, wenn einem bei dem Versuch bewusst wird, dass man, bei aller Liebe zu Musik und artverwandtem Lärm, eben doch ein "Augenmensch" ist?
Zwar konnte ich mich nicht dazu durchringen, den Rechner zwei Tage lang auszuschalten, aber wirklich nützlich war er nicht. Klar, schreiben kann ich blind. Aber lesen? Fehlanzeige, logisch. Und all die Dinge, mit denen ich sonst begeistert meine freie Zeit totschlage, waren auch tabu, weil man dafür eben doch Augen braucht. Vorzugsweise solche der sehenden Art. Blöd also.
Dazu kam dann noch das schlechte Gewissen, das ich immer habe, wenn ich krank bin. Ich schätze, wenn ich irgendwann mal sterbe, wird mir das so peinlich sein, dass ich, getrieben von bereits erwähntem schlechten Gewissen, zum spukenden Grabflüchter werde. Ich werde die Leute mit meinen Entschuldigungen zu Tode erschrecken, ich weiss... aber ich bin so.
Mein schlechtes Gewissen liess mich in den letzten Tagen heftig grübeln. Grübeln kann man ja auch, wenn man nix sieht. Und einen Grund zum Grübeln hatte ich allemal. Wenn auch keinen wirklich guten.
Schliesslich war ich gerade mal zwei Tage auf einer neuen Station, mit schrecklich netten Kollegen, denen ich zwei Dienste in die Fersen trat und mehr im Weg als hilfreich war, sollte nun den ersten Dienst als Schichtleitung übernehmen... und werde krank. Auf der alten Station hätte es geheissen: Ja klar...
Was "die" nun wohl von mir denken???
Ich schätze, wenn man über zwei Jahre lang irgendwo gearbeitet hat, wo "die" immerzu irgendwas von einem dachten, nichts Gutes in der Regel und gelegentlich auch gleich mal frei Erfundenes, unabhängig davon, was nun passiert war oder nicht, dann ist diese Grübelei wohl ganz normal. Schon an meinem ersten Tag auf der neuen Station habe ich es, wenn auch unabsichtlich, dermaßen damit übertrieben, mich für alles mögliche zu entschuldigen (einschliesslich dafür, dass ich mich fortwährend für alles mögliche entschuldigte), dass mir meine Kollegen schon mit Prügel drohten und diagnostizierten: "Rotschopf, du hast von da, wo du herkommst, aber einen ziemlich üblen Knacks mitgebracht". Wohl wahr, aber: alles wird gut.
Was "die" von mir denken, weiss ich inzwischen. Weil die Lieblingskollegin angerufen hat und mir mitteilte, man liesse mir (sinngemäß) ausrichten, dass ich mir keinen Kopf machen, dafür aber ganz schnell wieder gesund werden solle. Und gute Besserung.
Die Lieblingskollegin übrigens zählt schon die Tage bis zu ihrer eigenen Versetzung. Kann ich verstehen. Und zähle heimlich mit.

19
Apr
2008

Bisse blind?

Da haben sie mir im letzten halben Jahr literweise Blut abgezapft, nur um mit schöner Regelmässigkeit sagen zu können, dass der Wert, der nachweist, ob eine allergische Reaktion vorliegt oder eben nicht, tatsächlich nicht um die normalen einhundert liegt, sondern bei tausendundwasweissich, und sie haben mich auf so ziemlich alles getestet ausser auf Plutonium und Kryptonit, nur um mir bedauernd mitzuteilen, dass sie nicht wissen, warum ich ohne Allergie-Mittel besser nicht mehr aus dem Haus gehe, haben mich schon aufs psychische Gleis abgeschoben, weil ich anscheinend auf das Leben selbst allergisch bin, auf diesen Planeten oder was weiss der Geier...
und dann lande ich gestern als Notfall beim Augenarzt, weil ich nicht nur nichts mehr sehe, sondern die Augen gar nicht mehr auf bekomme, trotz aller Medikamente, trotz zweier Kortison-Injektionen und der Prognose, dass in ein paar Minuten bis spätestens in einer halben Stunde alles wieder gut oder wenigstens besser wird, es mir beschissen geht, ich Fieber habe und mich fühle, als rutscht mir alle paar Minuten der Boden unter den Füssen weg, und...
es ist gar keine Allergie, sondern ich renne seit einer halben Ewigkeit mit einer Hornhaut-Infektion durch die Gegend und fühl mich nur deshalb so dauermüllig, weil die ganzen Medikamente gegen die nicht vorhandene Allergie nur immer wieder die Symptome abschwächen, aber nichts gegen die Infektion selbst tun und ich mich mit meinen Kontaktlinsen natürlich besser als "mit ohne" fühle, weil sie ein zwar nicht perfektes aber doch sehr wirksames Schmerzmittel darstellen. So hat es mir die Ärztin erklärt, die schon fast Gewalt anwenden und mich von der Sprechstundenhilfe festhalten lassen musste, um überhaupt erst mal meine Augen aufzukriegen, die sich vehement dagegen wehrten, denn: "In der nächsten Zeit, Frau Rotschopf, werden Sie ein kleiner Vampir sein, Sie werden das Licht hassen..."
Ach? Was für Neuigkeiten...

Wieso eigentlich immer ich?

*schluchz*

Wenn ich am Montag wieder zur Augenärztin tapper, hoffe ich, sie wenigstens mal zu sehen.

15
Apr
2008

Doch Liebeskummer (na endlich)

Seltsam: mitten in der Nacht bin ich aufgewacht. Vom heulenden Elend, das mich ganz plötzlich, wenn auch nicht vollkommen überraschend heimgesucht hat. Ich glaube, ich habe geträumt, einen dieser Träume, die sich dadurch von anderen Träumen unterscheiden, dass es sich bei ihnen eigentlich eher um geträumte Erinnerungen handelt. Ich habe einmal gelesen, dass Erinnerungen nicht verlässlich sind, dass das Gedächtnis einem oftmals einen Streich spielt, wenn es darum geht, die Vergangenheit zu rekonstruieren.
Aber die Erinnerung, die ich träumte, die mich weckte, ist noch nicht so lange Vergangenheit, und das, was mir letztlich das heulende Elend bescherte, ist mir tatsächlich noch ziemlich deutlich im Gedächtnis geblieben. Worum es im einzelnen ging, ist nicht wirklich wichtig. Wichtig ist nur, er ist angekommen: der Liebeskummer. Ich könnt ja sowas von heulen...
Und ich finde, so muss das sein. Nicht weil Liebeskummer romantischer als Wut ist, sondern weil eine Beziehung es irgendwie verdient, dass man um sie trauert, wenn sie denn nicht mehr existiert. Vorausgesetzt, es handelt sich nicht um eine, bei der man froh sein kann, sie überstanden zu haben. Solche Beziehungen gibt es, und ich habe selbst eine solche überlebt, und zwar im Sinne des Wortes. Und ich gebe zu, auch um deren Ende habe ich geweint, allerdings vor allem deshalb, weil der Mann starb, ziemlich plötzlich, unerwartet und auf schlimme Weise, und weil mir erst Jahre später bewusst wurde, wie knapp ich im Grunde davon gekommen war. Ich kam erst lange nach Ende der Beziehung dazu, mich der rosaroten Brille zu entledigen, die trägt, wenn man verliebt ist. Wie gesagt, das Ende kam damals plötzlich und unerwartet.
Vermutlich gibt es tatsächlich sowas wie Phasen im Verlauf einer Trennung, und es würde mich gar nicht wundern, wenn sie denen gleichen würden, die das Sterben begleiten. Oder die des Trauerns, wenn man als Überlebender zurück bleibt, und die ich aus Erfahrung kenne.
Da ist eine Menge Wut, die Frage danach, warum das mir und nicht irgendwem sonst passiert. Auch die Wut auf den anderen, der einen, in welcher Weise auch immer, ob nun aktiv oder vielleicht passiv, verlässt. Da gibt es ein Handeln mit dem Schicksal, mehr oder weniger, den Versuch, die Sache in Ordnung zu bringen, die Hoffnung, irgendwie dem Unausweichlichem zu entgehen. Da gibt es die Trauer um den Verlust und irgendwann das Annehmen dessen, was da nun einmal geschieht und nicht zu ändern ist... und es ist nicht ungewöhnlich, dass man diese Phasen mehrmals und in verschiedener Reihenfolge durchlebt.
Und wenn ich ehrlich bin, das Ausbleiben des Kummers hat mir doch Sorgen gemacht. Immerhin habe ich den Mann geliebt. Sehr. Wirklich sehr. Es hat sieben Jahre gedauert, bis die Liebe, unter Verwendung von Stemmeisen und Hammer, mal wieder einen Weg zu mir gefunden hatte. Und damit meine ich die Liebe selbst, nicht etwa ihre leichtlebigen Geschwister Flirt, Schwarm und Liebelei, die sich während dieser sieben Jahre durchaus hin und wieder in meinem Leben die Ehre gaben. Und wenn sie nun wieder geht, dann ist das, so finde ich zumindest, schon ein Grund, um traurig zu sein. Ich meine, ich werde mich ihr nicht ans Bein hängen und mich bis zum Bahnhof (oder wohin sie eben unterwegs sein mag) von ihr mitschleifen lassen. Aber ich werde ihr doch mit tränenfeuchtem Taschentuch nachwinken. Eine Weile zumindest. Sie wird mir fehlen, ich werde sie schmerzlich vermissen. Ebenfalls zumindest für eine Weile...

14
Apr
2008

SO

So, die Wohnung ist trotz andauerndem Putzwahn noch immer ein Chaos, was vor allem daran liegt, dass ich es mit Unordnung des Typs "Wanderdüne" zu tun habe: sie wandert von einem Zimmer zum anderen. Ausserdem war ich ja damit beschäftigt, wütend zu sein, mein hach-so-grosses emotionales Elend in ein Dutzend Briefe zu packen und damit zu tun, was man durchaus als "therapeutisches Arbeiten" bezeichnen kann. Der letzte "letzte Brief" ist in der Post, tatsächlich, und nun heisst es warten. Auf eine Antwort, auf meinen Mörder oder auch nur auf die Mitteilung, dass ich das Paket mit meinen Sachen von der Post abholen kann. Vielleicht warte ich auch vergeblich auf das eine oder andere, wird sich zeigen...und mir wird klar, dass dieses Warten auf irgendwas vielleicht dämlich ist, irgendwie aber auch normal. ENDE ist ein Wort mit vier Buchstaben, es schreibt sich schneller, als man sich damit abfindet. Jedenfalls meistens. Glaube ich zumindest. Schon recht. Der Mibewo meint, er findet mein Verhalten eher beruhigend als alles andere, wenn es mir egal wäre, so sagt er, wäre er besorgt. Naja.
Ab morgen hat mich die Arbeit wieder, und wenn sich nicht irgendwas geändert hat, dann hab ich zwar leider nicht mit der Lieblingskollegin Dienst, aber doch mit jemandem, mit dem es nicht übertrieben stressig zu werden verspricht. Der erste Tag nach längerem Frei ist immer so eine Sache; aus irgendeinem Grund hat man ausgerechnet an diesem Tag einen Pulk von Leuten am Hals, die tausend Fragen stellen, die man nur mit den Unworten: "Weiss ich nicht, war nicht da" beantworten kann. Genau diese Antwort wollen sie nicht hören, aber was soll man anderes sagen, wenn man gerade eine Stunde im Dienst ist und irgendwer wissen will, wie es denn Frau XYZ geht oder ob man für diesen oder jenen Bewohner was von der Firma ABC braucht...
Meine Augen, die sich in den vergangenen zwei Wochen recht anständig verhalten haben, ganz egal, was Pollenflug-Warnung und Allergiker-Kalender meinten, schienen sich heute den ganzen Tag über nicht ganz schlüssig darüber zu sein, ob sie nun heute schon zuschwellen, oder doch erst morgen. Sieht so aus, als hätten sie sich dazu entschlossen, bis morgen zu warten, um das bestehende Elend einmal mehr offensichtlich zu machen: ich bin allergisch auf das Haus, in dem ich arbeite.
Naaja. Abwarten und Reactin schlucken.

13
Apr
2008

ICH HEULE NICHT!

Ich hab nur was ins Auge gekriegt.

*schnief*

Redhead

smile, it makes people wonder what you're thinking...

dein BLA zu meinem BLA :

auf sich selbst hören
wenn mensch nicht mit einer stimme zu sich spricht...
eulenspygel - 23:34
Gute Güte! Aber...
Gute Güte! Aber nix Neues. Ich bin mit meinem...
DonParrot - 12:50
taschentuch hinhalt*schulter...
taschentuch hinhalt*schulter daneben*seelenspiegelchen. ..
true-at-heart - 18:34
Solange es wirklich die...
Solange es wirklich die Liebe ist, wegen der Du weinst,...
DonParrot - 11:55
Und dann gibt es auch...
... die dritte Variante - es wird Dir nach der Schule...
virtualmono - 21:37

Hallo, du!

Du bist nicht angemeldet.

irgendwas geht immer...

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Redhead liest:


John Irving, Dirk van Gunsteren, Nikolaus Stingl
Bis ich dich finde.


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