Herz, was willst du???
Wenn es um Gefühle im allgemeinen und das Gefühl Liebe im besonderen geht, dann schiebt man allzugern dem Herzen die Verantwortung in die nicht vorhandenen Schuhe. Dabei, und das weiss so ziemlich jeder, der in der Schule einigermaßen aufgepasst hat, kann das Herz überhaupt nichts dafür. Es ist schliesslich den ganzen Tag anderweitig beschäftigt. Würde es beschliessen, zur Abwechslung mal etwas anderes zu machen, als das, was es eben so tut, kämen eine Menge Pathologen überall auf der Welt ins Grübeln und die Bestattungsunternehmen mit dem Bestatten gar nicht mehr hinterher.
Daher sind solche Ratschläge wie: "Hör auf dein Herz" oder "Tu, was dein Herz dir sagt", ziemlicher Unsinn. Es sei denn, man hat ein bisschen Ahnung vom Morsen und eine blühende Fantasie. Mein Herz morst mir vermutlich schon seit Jahren verzweifelt, dass ich bitte weniger rauchen, mehr schlafen und insgesamt ein bisschen gesünder leben sollte, wenn mir an ihm, also meinem Herzen, etwas liegt. Tja, tut mir leid... ich kenn mich mit zweimal kurz-einmal lang nicht aus, daher fällt es mir sehr leicht, das SOS zu überhören.
Das Herz hat also mit den sogenannten Herzensdingen nichts zu tun. Verantwortlich dafür ist das Gehirn. Ich weiss nicht, was sich Mutter Natur damals dabei gedacht hat, als sie beschloss, ein und das selbe Organ für zwei so verschiedene Funktionen zu verwenden. Vielleicht war ihr das Material ausgegangen oder aber der Platz... oder sie hatte, wie so oft, einfach einen miesen Tag oder kam sich ungeheuer witzig vor. Wir werden es nie erfahren. Fakt ist, wir plagen uns seitdem mit diesem Gehirn herum, mit dem wir denken UND fühlen müssen. Und das Ganze oft eben auch noch gleichzeitig. Was, wie die meisten Menschen früher oder später herausfinden, nicht wirklich geht. Besonders dann, wenn es um "Herzensangelegenheiten" geht.
Denn wie oft tun wir etwas "nach Gefühl"... und dann denken wir hinterher darüber nach und...ach du meine Güte. Hätten wir da bloss vorher drüber nachgedacht. Oder eben auch nie.
Wenn man seinem Gefühl bei den bereits erwähnten "Herzensdingen" freie Hand lässt, verwandelt es den Verstand schon nach kurzer Zeit in einen brabbelnden Idioten. Überlässt man dem Verstand die alleinige Herrschaft, dann plärrt einem das Gefühl die Ohren voll und droht damit, sich zum Sterben hinzulegen... Beide zusammen geht auch nicht wirklich, weil sie sich immerzu in den Haaren liegen und einander sabotieren, wo es nur geht. Denn wo immer auch der Verstand sagt: "Logisch", ist das Gefühl mit einem gehauchten "Aber..." zur Stelle. Und wenn das Gefühl nach langer, langer Zeit mal zu einem Entschluss gekommen ist, meinetwegen zu einem "JA" oder auch "NEIN", dann fragt der Verstand ganz lässig: "Bist du sicher?", weil er genau weiss: Gefühl und Sicher schreiben einander nicht mal Ansichtskarten. Benutzt man das eine, darf man das andere nicht einen Moment lang aus den Augen lassen.
Neulich hat mir jemand geraten, ich solle in aller Ruhe drüber nachdenken und mich dann auf mein "Bauchgefühl" verlassen.
Tja. Das hab ich gemacht. Und hab mir was beim Chinesen bestellt. Wirklich geholfen hat mir das aber nicht...
Daher sind solche Ratschläge wie: "Hör auf dein Herz" oder "Tu, was dein Herz dir sagt", ziemlicher Unsinn. Es sei denn, man hat ein bisschen Ahnung vom Morsen und eine blühende Fantasie. Mein Herz morst mir vermutlich schon seit Jahren verzweifelt, dass ich bitte weniger rauchen, mehr schlafen und insgesamt ein bisschen gesünder leben sollte, wenn mir an ihm, also meinem Herzen, etwas liegt. Tja, tut mir leid... ich kenn mich mit zweimal kurz-einmal lang nicht aus, daher fällt es mir sehr leicht, das SOS zu überhören.
Das Herz hat also mit den sogenannten Herzensdingen nichts zu tun. Verantwortlich dafür ist das Gehirn. Ich weiss nicht, was sich Mutter Natur damals dabei gedacht hat, als sie beschloss, ein und das selbe Organ für zwei so verschiedene Funktionen zu verwenden. Vielleicht war ihr das Material ausgegangen oder aber der Platz... oder sie hatte, wie so oft, einfach einen miesen Tag oder kam sich ungeheuer witzig vor. Wir werden es nie erfahren. Fakt ist, wir plagen uns seitdem mit diesem Gehirn herum, mit dem wir denken UND fühlen müssen. Und das Ganze oft eben auch noch gleichzeitig. Was, wie die meisten Menschen früher oder später herausfinden, nicht wirklich geht. Besonders dann, wenn es um "Herzensangelegenheiten" geht.
Denn wie oft tun wir etwas "nach Gefühl"... und dann denken wir hinterher darüber nach und...ach du meine Güte. Hätten wir da bloss vorher drüber nachgedacht. Oder eben auch nie.
Wenn man seinem Gefühl bei den bereits erwähnten "Herzensdingen" freie Hand lässt, verwandelt es den Verstand schon nach kurzer Zeit in einen brabbelnden Idioten. Überlässt man dem Verstand die alleinige Herrschaft, dann plärrt einem das Gefühl die Ohren voll und droht damit, sich zum Sterben hinzulegen... Beide zusammen geht auch nicht wirklich, weil sie sich immerzu in den Haaren liegen und einander sabotieren, wo es nur geht. Denn wo immer auch der Verstand sagt: "Logisch", ist das Gefühl mit einem gehauchten "Aber..." zur Stelle. Und wenn das Gefühl nach langer, langer Zeit mal zu einem Entschluss gekommen ist, meinetwegen zu einem "JA" oder auch "NEIN", dann fragt der Verstand ganz lässig: "Bist du sicher?", weil er genau weiss: Gefühl und Sicher schreiben einander nicht mal Ansichtskarten. Benutzt man das eine, darf man das andere nicht einen Moment lang aus den Augen lassen.
Neulich hat mir jemand geraten, ich solle in aller Ruhe drüber nachdenken und mich dann auf mein "Bauchgefühl" verlassen.
Tja. Das hab ich gemacht. Und hab mir was beim Chinesen bestellt. Wirklich geholfen hat mir das aber nicht...
Redhead - 14:21
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